Die Tiroler Bergwacht

ist eine mittels Landesgesetz eingerichtete Körperschaft des öffentlichen Rechts (Rechtsgrundlage §1 TBWG). Über 1300 Mitglieder der Bergwacht, die landesweit in mehr als 90 Einsatzstellen ihren Dienst versehen, unterstützen die Bezirksverwaltungsbehörden tagtäglich als deren Hilfsorgane beim Vollzug diverser Landesgesetze.
Darüber hinaus helfen BergwächterInnen bei Such- und Katastropheneinsätzen, verrichten zum Teil Ordner-, Straßen- und Rettungsdienste und beteiligen sich an Aktionen des Amtes der Tiroler Landesregierung.
Informationen zum Aufbau der Tiroler Bergwacht finden sie hier.

Unsere Aufgaben

Die Tiroler BergwächterInnen überwachen im übertragenen Wirkungsbereich folgende Landesgesetze:

Neben dieser Tätigkeit im übertragenen Wirkungsbereich hilft die Tiroler Bergwacht bei Katastrophen, versieht in verschiedenen Gebieten Pistenrettungsdienste und wird fallweise zu Alpinunfällen gerufen. Sicherungsdienste bei Sportveranstaltungen und Dienste für Gemeinden werden ebenfalls von der Tiroler Bergwacht geleistet. Die Sichtkontrolle von Berg-, Almhütten und Wochenendhäusern auf Beschädigungen und Einbrüche ist ein besonderes Service der jeweiligen Einsatzstellen.

Foto: Tiroler Bergwacht, 2020

Befugnisse

Bergwächter dürfen bei der Überwachung dieser Landesgesetze:

  • Fahrzeuge und Personen anhalten und zum Nachweis der Identität auffordern.
  • Abmahnungen aussprechen (bei geringfügigem Verschulden und unbedeutenden Folgen der Tat) oder Übertretungen bei der Bezirks- verwaltungsbehörde anzeigen.
  • Unter bestimmten Voraussetzungen Personen festnehmen und der Bezirks- verwaltungsbehörde vorführen.
  • Gegenstände, die offensichtlich von einer Verwaltungsübertretung herrühren, zur Sicherung des Verfalls beschlagnahmen.
  • Ermächtigte BergwächterInnen dürfen darüber hinaus Organstrafverfügungen verhängen und Sicherheitsleistungen einheben.

Bergwächter sind in den meisten Fällen an einer einheitlichen Dienstkleidung erkennbar, und können sich mittels Dienstausweis ausweisen. Es werden jedoch je nach Erfordernis bzw. Anordnung auch Dienste in “Zivil” verrichtet. Alle BergwächterInnen sind in Ausübung ihres Dienstes als Beamte anzusehen, genießen den besonderen Schutz des Strafgesetzbuches und unterliegen der Amtsverschwiegenheit.

Foto: Tiroler Bergwacht, 2020

Uniformierung der Aufsichtsorgane

In der Bergwachtgesetz-Durchführungsverordnung ist das Erscheinungsbild des Bergwächters genau geregelt. Die Uniformsorten werden über den Bekleidungswirtschaftsfond des BM.I bezogen. Dies ermöglicht langfristig die möglichst sparsame und wirtschaftliche Beschaffung der Dienstkleidung.
Für jede Witterung gibt es verschiedene Oberbekleidungsstücke bzw. Jacken (Mehrzweck-, Einsatz- und Fleecejacke).
Weiters sind Bergwächter mit Kurz- od. Langarmhemden, einer felsgrauen Alpinhose und einer Schildkappe bzw. einem Barrett als Kopfbedeckung ausgestattet. Die Funktion eines Bergwächteres ist an den Uniform-Aufschiebeschlaufen erkennbar.

Foto: Tiroler Bergwacht, 2020