Die Tiroler Bergwacht

ist eine mittels Landesgesetz eingerichtete Körperschaft des öffentlichen Rechts (Rechtsgrundlage §1 TBWG), die sich dem Schutz der Natur verschrieben hat.

Die ca. 1.200 ehrenamtlichen Mitglieder unterstützen in 93 Einsatzstellen die Bezirksverwaltungsbehörden tagtäglich als deren Hilfsorgan beim Vollzug von Landesgesetzen. Darüber hinaus helfen BergwächterInnen bei Such- und Katastropheneinsätzen, verrichten zum Teil Ordner-, Straßen- und Rettungsdienste und beteiligen sich an Aktionen des Amtes der Tiroler Landesregierung.

Informationen zum Aufbau der Tiroler Bergwacht finden sie hier.

Unsere Aufgaben

Eine vielfältige Natur und intakte Landschaften sind die Grundlage für Wirtschaft und Tourismus unseres Landes, aber in erster Linie dafür, dass wir uns in unserer Heimat wohlfühlen. Mit viel Engagement versuchen wir Einheimische und Gäste für ein schonendes Verhalten in der Natur zu gewinnen.

Die Tiroler BergwächterInnen überwachen folgende Landesgesetze:

Neben dieser Tätigkeit hilft die Tiroler Bergwacht bei Naturkatastrophen und wird auch bei alpinen Notsituationen zum wertvollen Ersthelfer. Die Unterstützung von Gemeinden und anderen Körperschaften sowie die Sichtkontrollen von Berg- und Almhütten auf Beschädigung und Einbrüche ist ein besonderer Service der jeweiligen Einsatzstelle.

Foto: Tiroler Bergwacht, 2020

Befugnisse

Bergwächter dürfen bei der Überwachung der Landesgesetze:

  • Fahrzeuge und Personen anhalten und zum Nachweis der Identität auffordern.
  • Übertretungen bei der Bezirksverwaltungsbehörde anzeigen
  • Unter bestimmten Voraussetzungen Personen festnehmen und der Bezirksverwaltungsbehörde vorführen.
  • Gegenstände, die offensichtlich von einer Verwaltungsübertretung herrühren, zur Sicherung des Verfalls beschlagnahmen.
  • Ermächtigte BergwächterInnen dürfen Sicherheitsleistungen einheben.

BergwächterInnen sind in den meisten Fällen an einheitlicher Dienstkleidung erkennbar und müssen sich mittels Dienstausweis ausweisen können. Es werden bei Bedarf auch Dienste in „zivil“ verrichtet. Alle BergwächterInnen sind in der Ausübung ihres Dienstes als Beamte anzusehen, genießen den besonderen Schutz des Strafgesetzbuches und unterliegen der Amtsverschwiegenheit.

Foto: Tiroler Bergwacht, 2020

Wie werde ich Bergwächter

Wer sich ehrenamtlich für die Natur einsetzen will und mit Teamgeist und Kameradschaft dafür sorgen möchte, dass Naturschutz kein leeres Wort ist, kann sich beim Einsatzstellenleiter in seinem Wohnort bzw. seiner Region melden. Die Kontaktdaten finden Sie unter Bezirksstellen.

Voraussetzungen:

  • Österreichischer Staatsbürger mit Hauptwohnsitz in Tirol
  • Mindestens 16 Jahre alt
  • Körperliche und geistige Eignung
  • Zuverlässig und einwandfreier Leumund

Ausbildung:

  • mindestens zwölfmonatige Tätigkeit als Anwärter
  • Fachkenntnisse durch fundierte Grundausbildung in Theorie und Praxis
  • Erste Hilfe Kurs

AnwärterInnen werden von der Bezirksverwaltungsbehörde mit schriftlichem Bescheid bestellt und zur Ausübung des Dienstes einer Einsatzstelle zuzuweisen.

Nach erfolgreich abgelegten Dienstprüfung erhält der Bergwächter seinen Dienstausweis und das Dienstabzeichen.

Foto: Tiroler Bergwacht, 2020